Hunderassen für Anfänger – die Englische Bulldogge

Das Erscheinungsbild der Bulldogge ist für viele Menschen erst einmal gewöhnungsbedürftig. Wer jedoch hinter die Fassade dieser Rasse schaut, der wird schnell merken, dass der Vierbeiner der ideale Anfängerhund ist und durch sein freundliches und ruhiges Wesen zu überzeugen weiß.

Die Englische Bulldogge gehört zu den anspruchslosesten Hunderassen überhaupt. Sie hat weder einen großen Bewegungsdrang, noch fällt die Erziehung schwer oder nimmt die Pflege viel Zeit in Anspruch. Der Vierbeiner ist damit für Anfänger hervorragend geeignet und wird das ihm entgegengebrachte Interesse mit Liebesbekundungen und Treue zu schätzen wissen. Auch Kinder sind in der Familie des Vierbeiners gerne willkommen und werden als Spielkameraden gesehen.

Wissenswertes rund um die Englische Bulldogge

Der Name der Rasse ist aus der ursprünglichen Funktion entsprungen. Gezüchtet wurde die Englische Bulldogge, um im Bullenkampf eingesetzt zu werden. Zudem galt sie früher als besonders furchteinflößend. Heute hat sich der Ruf jedoch deutlich geändert. In ihrer Klassifikation gehört die Englische Bulldogge zu den doggenartigen Hunden. Mit einer Widerristhöhe von bis zu 40 cm und einem Gewicht von bis zu 20 Kilogramm, wird die Rasse als mittlere Größe eingeschätzt. Das zu erwartende Alter von einem gesunden und gepflegten Tier liegt durchschnittlich bei 10 Jahren. Wer sich durch das Aussehen des Tieres nicht abschrecken lässt, der wird viel Freude mit der Englischen Bulldogge haben.

Was für die Erziehung zu wissen ist

Die Charakterzüge der Englischen Bulldogge sind in der Rassebeschreibung klar definiert. Die Hunde gelten als ganz besonders freundlich und geduldig. Sie machen einiges mit, bevor sie anfangen zu beschwichtigen. Das ist gerade wichtig für Familien mit Kindern, die auf der Suche nach einem guten Anfängerhund sind. Das grimmige Gesicht der Rasse kann auf viele Menschen abschreckend wirken, als Wachhund eignet sich die Englische Bulldogge dennoch nicht. Sie schlägt selten an, verteidigt zwar ihre Familie, wird jedoch nicht zum giftigen Kläffer.

Bulldogge

 

Bei der Erziehung ist es wichtig zu wissen, dass die Englische Bulldogge als sehr sensibel gilt. Wer einen folgsamen und geduldigen Hund erziehen möchte, der sollte hier nicht mit Lautstärke sondern mit Zuwendung arbeiten. Die Bequemlichkeit steht bei einer Bulldogge ganz oben auf der Liste der Tagesplanung. Am liebsten findet sie sich selbst auf einem weichen Plätzchen wieder und schlummert hier vor sich hin. Stundenlange Spaziergänge macht die Bulldogge zwar mit, kann aber auch gut darauf verzichten. Kopfarbeit wird dagegen gerne angenommen.

Pflege und Anfälligkeit für Krankheiten

Die Bulldogge hat ein besonders kurzes, dichtes Fell. Das bedeutet, der Pflegeaufwand für diese Hunderasse ist eher gering gehalten. Es reicht aus, alle paar Tage mit dem Kamm oder der Bürste über das Fell zu gehen. Wer das einmal vergisst, der wird dennoch keine Probleme mit Verknotungen bekommen. Zu sagen ist jedoch, dass die Englische Bulldogge durchaus anfällig für Zuchtkrankheiten ist. Umso wichtiger ist es, auf einen seriösen Züchter zu achten. Vor allem die Atemprobleme aber auch Hüftgelenksdysplasie und Herzerkrankungen treten auf. Zudem neigt die Bulldogge zu Fettleibigkeit. Daher braucht sie einen Halter, der sie motiviert und fordert und so dafür sorgt, dass ausreichend Bewegung vorhanden ist.